Jedes Pflänzchen der Wasserlinse besteht aus bis zu fünf, meist ovalen und kleinen Blättchen (Durchmesser max.8mm) und sind somit eher winzig. Dank luftgekühlter Hohlräume können sie auf der Wasseroberfläche schwimmen, nur ihre Wurzeln ragen ins Wasser. Dabei stabilisieren sie die Entengrütze im Wasser und dienen selbstverständlich der Aufnahme von Mineralien und Nährstoffen. Die Vermehrung der Kleinen Wasserlinse verläuft hauptsächlich vegetativ, das heißt ungeschlechtlich. Hierzu wächst von der Mutterpflanze jeweils seitlich ein neuer Trieb hervor, der teilweise mit ihr verbunden bleibt. Dies führt, bei nährstoffreichen Stillgewässern zur bekannten, rasanten Vermehrung bis ein grüner Teppich die Wasseroberfläche bedeckt. Alle paar Tage kann sich der Bestand verdoppeln, man kann ihnen quasi bei der Verbreitung zusehen.
Ganz selten kommt es vor das die Wasserlinse blüht. Selten deshalb, weil ihre Form der Vermehrung ungeschlechtlich viel erfolgversprechender ist. Die winzigen Blüten erscheinen in der Regel zwischen Mai und Juni. Bestäubt werden sie durch typische Insekten am Teich, wie Wasserläufer, Sinnen, aber auch Schnecken. Wenn das alles nicht hilft klappt es sogar durch die reine Wasserbewegung. Die Samen werden anschließend gebildet und sind ebenso winzig wie ihre Blüten. Die in den Samen enthaltenen Nüsschen werden wiederum über die Bewegung des Wassers oder durch Tiere wie Enten oder Fische verbreitet. Einfach Sagenhaft wie effizient diese Pflanze ihre Verbreitung sicherstellt.
Wie bereits erwähnt, benötigt die Entengrütze stille und nährstoffreiche Gewässer. So kommt sie eben auch an Schmutzwasserkanälen und nahezu auf der ganzen Welt vor. Die in ihr gebundenen Giftstoffe können bedauerlicherweise auch von der Tierwelt als Nahrung aufgenommen werden. Es sollte demnach vermieden werden, dass die Kleine Wasserlinse ganze Oberflächen besiedelt. Schafft sie es nämlich, ersticken unter ihr alle anderen Wasserpflanzen mangels Sonnenlicht und das ökologische Gleichgewicht ist gestört.
In der Landwirtschaft und besonders dreckigen Gewässern und Abwasserkanälen wird sie jedoch gezielt eingesetzt, da dort ohnehin keine anderen Wasserpflanzen überleben können.
Somit erfüllt die Entengrütze eine sehr wertvolle ökologische Funktion, indem sie geschädigte und umgekippte Gewässer reinigt. Anschließend können diese auch für andere Wasserlebewesen wie etwa empfindlichere Wasserpflanzen, Fische, Frösche und anderer Amphibien, Wasserschnecken etc. wieder genutzt werden.
Zum Abschluss noch eine Warnung. Wer genau gelesen hat wird die Problematik der Einlagerung von Giftstoffen in der Kleinen Wasserlinse erkannt haben. Ihr Eiweiß ist in der Zusammensetzung der Aminosäuren wegen seines hohen Gehaltes an Spurenelementen mit dem der Sojabohne vergleichbar. Deshalb empfehlen einige Institutionen die Art auch als Nahrung für uns Menschen. Da diese Pflanze jedoch wirkungsvoll Mineralien speichert, kann beispielsweise ihr Gehalt an Radium 100-600 mal so hoch sein wie im Wasser, das sie umgibt. Wenn sich also Wasservögel überwiegend von der Entengrütze ernähren, kann auch in ihrem Fleisch diese Konzentration bis auf das Zehnfache erhöht sein und eine potentielle Gefahr für den Menschen darstellen, der solches Fleisch genießen möchte. Am Ende des Tages wird es jedoch wie mit allem sein, die Dosis macht das Gift.
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