rentyourfoerster Rudolf Aloys Niehaus

Ötzi`s Heilpilz

Entengrütze oder Wasserlinse

„ Das ewige Eis hat ihn einst konserviert,

wiederentdeckt offenbart er uns manch ein Geheimnis.

Eines der beeindruckendsten, ist ein Pulver des Birkenporling,

dessen heilende Wirkung, mancherorts längst vergessen ist.“


- Rudolf Aloys Niehaus 2025 -

Der Birkenporling
(Fomitopsis betulina)

Der parasitär lebende Pilz befällt Birken und gehört zu der Familie der Baumschwammverwandten. Der Birkenporling verursacht eine starke Braunfäule im Wirtsbaum, der Birke. Das Holz des befallenden Baumes wird brüchig und verfärbt sich, wie der Name schon sagt, dunkelbraun. Es kommt zu sog. Würfelbrüchen, zwischen den Bruchlinien befindet sich das Mycel des Pilzes. Die Folge eines solchen Befalles ist zumeist ein Windbruch auf Höhe des Befalls. 
Der Pilz bildet einjährige Fruchtkörper aus, die von Juli bis November eines Jahres in Erscheinung treten. Diese treten einzeln an Stammpartien, seltener auch dachziegelartig oder in Abständen zu mehreren übereinander. Äußerlich zeigen sich an den befallenen Partien in der Regel keine weiteren Schäden. 
Das Pilzfleisch ist zu Beginn weiß, saftig und weich. Im weiteren Lebensverlauf wird der Birkenporling fester und trockener, mit einer an Kork erinnernden Konsistenz.

Die Birke


Leuchtend weiß ihre Rinde,

steht sie stolz in Wald und Heide,

auch das Moor nennt sie

ihr zu Hause.


Ihre Zweige wiegen sich im Wind,

im Frühling geschmückt

mit zarten Grün.


Im Sommer spenden sie uns Schatten,

im Herbst leuchten sie goldgelb.

Ihre Rinde ist leicht entflammbar

und das Holz brennt wunderschön.


An ihrem Stamme

wachsen Pilze,

in ihnen steckt

die Heilkraft der Natur.


- Rudolf Aloys Niehaus 2025 -

Der Birkenporling besiedelt ausschließlich Birken und dringt für gewöhnlich über Astbruchstellen von Zweigen, wo das Xylem freigelegt wurde, in alte, absterbende Bäume ein. Dabei kommt es zu massiven Verlusten der Holzsubstanz aufgrund des Zellulose Abbaus. In weniger als drei Monaten kann es zu 50-70 Prozent Masseverlust in den befallenen Bereichen kommen.
Birkenporlinge sind mesophil, d.h., siebevorzugen eine Temperatur von 25 °C. Ab etwa 30 °C stockt das Wachstum, das Temperaturminimum liegt dagegen bei ca. 9°C und kommt überall in Nordamerika und Eurasien vor, wenn Birken vorhanden sind. Gleichzeitig braucht der Pilz die verbleibende Rinde, da diese den Feuchtigkeitsgehalt des Holzes langfristig stabil hält, wobei der er zwischen 35-100% Feuchtigkeitsgehalt benötigt. Die Rinde enthält zudem für den Pilz notwendige Inhaltstoffe, wie Tannine.

Die Gletschermumie ÖTZI aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) oder dem Chalkolithikum (Kupferzeit) wurde nach etwa 5300 Jahren vom Eis in etwa 3208m hohen Tisenjoch in den Ötztaler Alpen, freigegeben. Er führte zwei Birkenporlinge mit sich, sozusagen eine Reiseapotheke.

Der Birkenporling


An der Birke,

wächst ein Pilz,

Birkenporling genannt.


Fest mit dem Stamm verwachsen,

zuerst rein weiß,

dann braun,

ist er nur hier zu finden,

an keinem anderen Baum.


Er ist ein Wunderwerk der Natur,

seit Urzeiten bekannt,

schon Ötzi aus den Alpen,

trug ihn an einem Band.


Der Birkenporling,

ein stiller Helfer,

unscheinbar,

doch voller Kraft.



Er hilft dem Menschen

bei manch einem Leiden,

seine Heilkraft ist es,

die ihn so wertvoll macht.


- Rudolf Aloys Niehaus 2025 -

Die Bitterstoffe, die den Pilz als Speisepilz ungenießbar machen, wehren Schädlinge ab. Hohe Mengen an Polyporensäuren A, B und C, Hydrochinon, Indolalkaloide, Betulinsäure, Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien, Terpene, Agaricinsäure und Piptamin sind für die gesundheitliche Wirkung des Pilzes verantwortlich. (Quelle: www.heilkunde-aktuell.de)


Der zu den Vitalpilzen gehörende Birkenporling wird in der Heilkunde vielseitig eingesetzt, Hierzu zählen Magen- und Darmbeschwerden, Entschlackende Wirkung auf unsere Leber, beruhigende Wirkung auf unserer Schleimhäute bei Lungenerkrankungen und weitere. RENTYOURFOERSTER weist an dieser Stelle daraufhin, dass bei Beschwerden jeglicher Art ein Arzt oder Apotheker oder eine kundige Person um Rat gefragt werden sollte. Von Selbstversuchen wird dringend abgeraten!


Erwähnenswert ist auch der Ausdruck „Antibiotikum der Steinzeit“, ein Synonym für den Birkenporling. Die Inhaltsstoffe des Birkenporlings regen das Immunsystem an und fördern die Abwehrkräfte des Körpers. Das Abwehrsystem kann besser auf in den Körper eingedrungene Viren reagieren und diese wirkungsvoll bekämpfen.


Der Birkenporling entwickelt übrigens im zunehmenden Alter verstärkt Bitterstoffe, die dann auch toxisch wirken. Deshalb ist der Zeitpunkt zum Sammeln der Fruchtkörper und die korrekte Verarbeitung sehr wichtig.


RENTYOURFOERSTER weiß um den richtigen Zeitpunkt, dieser beginnt im September und endet im Dezember. Hier findet man die neuen Fruchtkörper, die leicht an ihrer hell weißen Unterseite von älteren Exemplaren zu unterscheiden sind. Ist die weiße Unterseite mit braunen Flecken versehen, kann bereits ein Schädlingsbefall vorliegen. Nur ausgewachsene Birkenporlinge enthalten die erwünschten Vitalstoffe.

Der Vitalpilz wird dabei vorsichtig von der Baumrinde geschnitten. Er kann frisch für die Teezubereitung oder getrocknet verwendet werden. Um die Trocknung zu erleichtern, wird der Pilz in Würfel oder dünne Streifen geschnitten und langsam. Er kann in diesem Zustand mehrere Jahre aufbewahrt werden.


Aus dem getrockneten Substrat kann ein Tee oder eine Tinktur zubereitet werden. Anleitungen hierfür bekommen Sie bei einem Heilpraktiker, in der Apotheke oder einschlägiger Fachliteratur.

„Altes Wissen, das bis in unser Zeitalter überdauert hat,

gilt es zu schützen und weiter zu verbreiten.“


- Rudolf Aloys Niehaus 2025 -

Wenn auch Sie etwas über die Besonderheiten und Schönheit unserer Natur wissen wollen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. RENTYOURFOERSTER freut sich auf schöne Stunden im Wald interessante Begegnungen. Schreiben Sie uns über unser Kontaktformular auf dieser Webseite oder unter info@rentyourfoerster.de.


Heiter Weiter

Ihr Förster

Rudolf Aloys Niehaus

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