rentyourfoerster Rudolf Aloys Niehaus

Kiebitz - Vogel des Jahres 2024

there is a large body of water in the middle of a grassy field .

„Der Kiebitz fliegt im Frühlingswind, sein Ruf erklingt im Wiesengrün. Wo er sich findet, dort ist Leben!“

- Rudolf Aloys Niehaus 2024 –

Seit 1971 gibt es die Kampagne Vogel des Jahres, welche vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) ins Leben gerufen wurde und heute eine öffentliche Wahl, mit Öffentlichkeitsbeteiligung ist. Durch die jährliche Ausrufung eines Kandidaten wird auf die Gefährdung der Tiere und Lebensräume aufmerksam gemacht.

2024 wurde der Kiebitz zum Vogel des Jahres gekürt. RENTYOURFOERSTER weiß, dass sein Lebensraum bedroht ist, da er auf Wiesen und Feuchtgebiete angewiesen ist. Noch immer werden große Teile der Landschaft entwässert und auch der Hochwasserschutz hat nicht nennenswert hinzugelernt. Hinzu kommen, wie auch schon beim Stierkäfer (Insekt des Jahres 2024) erwähnt, die zunehmende Stallhaltung und der Rückgang von Weideland. Die verbleibenden Grünflächen werden landwirtschaftlich intensiv genutzt und sind in den meisten Fällen hoffnungslos überdüngt. Das derzeitige Kreislaufsystem lässt dem Landwirt kaum eine Wahl, da der Verbraucher billiges Fleisch erwartet und das Finanzsystem längst die Steuerung der Betriebe übernommen hat. Somit bleiben Unmengen an Stickstoff und Nitrate übrig, die am Ende auf unsere Felder landen und ihr übriges tun.

Wer kennt ihn noch den Kiebitz? „Muttergottes-Taube“ wurde er in längst vergangenen Zeiten genannt und seine Eier galten als wohlschmeckend und heilkräftig. Mein Vater berichtete gerne mit leuchtenden Augen von der Zeit nach dem Krieg und der Eiersuche auf weitem Feld. Da ich gebürtig aus dem Oldenburger Münsterland stamme, erwähne ich an dieser Stelle dessen Bedeutung dort. Es hieß, und so wurde mir als Kind noch berichtet, dass die Seele eines Verstorbenen Zuflucht in einem Kiebitz finden könne. Er galt als der Charaktervogel für Moore und Wiesen. Die Schlesier glaubten jedoch, er sei ein Todesbote und sein Ruf erinnere an „Komm mit-Komm mit“ und führe auf direktem Wege in das Schattenreich. Da ist mir der Gedanke, dass der Geldbeutel das ganze Jahr gefüllt bleibe, wenn beim ersten Ruf denn welches drin ist, wesentlich lieber. Legendär bleibt auf jeden Fall sein Ruf „kiwitt“, der hoffentlich bald wieder häufiger zu hören sein wird.

Mythos Kiebitz


Als „Muttergottes Taube“ verehrt,

ein Vogel, der zwischen Welten wandert,

die Menschenseele, die in ihm wohnt,

der Kiebitz, der im Schatten der Legenden flog.


Auch als „Todesvogel“ war er verschrien,

sollt doch Jeder mit ihm gehn.

Hinaus in ein Schattenreich, ohne Wiederkehr,

der Kiebitz als Vollstrecker im Totenmeer.



So fliegt der Vogel weiter,

zwischen den Welten und den Gezeiten,

als Symbol für Hoffnung und auch Schrecken,

der Kiebitz in seinem leuchtenden Kleid,

in Moore und auch Wiesen, stets bereit.

-Rudolf Aloys Niehaus 2024-

Der Kiebitz (Vanellus vanellus) lebt in ganz Europa sowie in einigen Teilen Asiens und ist wunderschön anzusehen. Er gehört in die Familie der Regenpfeifer und bevorzugt offene Feuchtgebiete wie Wiesen und Felder. Mit etwa 30 Zentimeter Größe ist er gut erkennbar an seinen weißen Bauch, einen grünen Kopf und einer charakteristischen Federhaube auf dem Kopf. Während der Brutzeit besetzen Kiebitze oft große Territorien auf offenen Feldern und bauen ihre Nester in flachen Mulden oder auf Grasnester.

Kiebitz Fakten:
Klasse: Vögel
Ordnung: Watvögel
Familie: Regenpfeifer
Gattung: Vanellus
Art: Kiebitz (Vanellus vanellus)
Verbreitung: Europa, Asien, Nordafrika
Lebensraum: Feuchtwiesen, Moore, Acker- und Grünland
Körperlänge: 28-31 cm
Gewicht: 180-550 g
Soziales und Rudel-Verhalten: Kiebitze leben paarweise und bilden kleine Gruppen um sich gegenseitig zu schützen. Sein Balzverhalten ist durch seine Flugakrobatik einmalig anzusehen.
Fortpflanzung: Kiebitze legen ihre Eier im Frühling auf den Boden und brüten sie gemeinsam aus. Die Vögel verteidigen ihr Gelege vehement gegen Fressfeinde und auch dem Menschen was mitunter an Hitchcocks „Die Vögel“ erinnert.

Seine Nahrung sind hauptsächlich Insekten und Würmer, aber auch Pflanzenteile finden sich auf der Speisekarte. Der Kiebitz ist ein Zugvogel und verlässt im Winter seine Brutgebiete, um in südlichere Regionen zu ziehen. Er verbringt den größten Teil seines Lebens auf dem Boden und bewegt sich oft hüpfend fort. Es ist verwunderlich, dass Kiebitze zu einer Art
geworden sind, die akute Bedrohungen in vielen Teilen ihrer Reichweite ausgesetzt ist. Ehemals weit verbreitet, sind sie heute selten geworden und in vielen Ländern vom Aussterben bedroht. RENTYOURFOERSTER weiß, dass die für den Kiebitz geeigneten Brutbiotope fehlen, so sind beispielsweise Maisäcker gänzlich ungeeignet. Eine frühere Bedrohung, nämlich die Jagd, scheidet heute aus. Der Vogel galt als äußerst schmackhaft, seine Eier, wie schon erwähnt, sowieso. Die Habitat Zerstörung ist und bleibt also das größte Problem für unseren Kiebitz. Viele Organisationen engagieren sich für die Erhaltung der Art und versuchen durch verschiedene Maßnahmen, ihre verbleibenden Lebensräume zu erhalten und zu verbessern. Dies macht den Erhalt des Kiebitzes zu einem wichtigen Teil des Naturschutzes.

Wenn auch Sie Flächen ihr Eigen nennen und etwas für den Erhalt unserer Lebensräume tun wollen, schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder über info@rentyourfoerster.de.

Glücksbote Kiebitz


Der Kiebitz, der uns Hoffnung und Freude bringt,

mit schillerndem Gefieder, dem Glanz des Morgens,

fliegt er zwischen den Welten, ohne Sorgen.


Er ist ein Glücksbote, so sprach das Volk,

ein Zeichen, das sich alles wendet,

ein Neuanfang Jahr für Jahr.


In den Wiesen tanzt er, federleicht,

sein Ruf wie ein Wink, der die Seele erreicht.

Er mahnt uns die Augen zu heben, auf das Licht zu schauen,

der Kiebitz sagt uns Menschen, habt vertrauen.

-Rudolf Aloys Niehaus 2024-


Ihr Förster
Rudolf Aloys Niehaus
von Athanasia Siskou 6. Februar 2025
„ Das ewige Eis hat ihn einst konserviert, wiederentdeckt offenbart er uns manch ein Geheimnis. Eines der beeindruckendsten, ist ein Pulver des Birkenporling, dessen heilende Wirkung, mancherorts längst vergessen ist.“ - Rudolf Aloys Niehaus 2025 -
18. Dezember 2024
„Weihnachten mit dem Keinachtsbaum® ist eine echte Alternative zu herkömmlichen Bäumen und macht viel Freude, ob Alleine oder im Kreise der Familie!“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 -
25. Oktober 2024
„ Der BvFF (Bundesverband Freiberuflicher Forstsachverständiger e.V.) ist mehr als nur ein Angebot sich um die Belange des Waldes und seiner Besitzarten zu kümmern. Der BvFF ist die parteipolitisch und konfessionell unabhängige Standesvertretung der freiberuflich tätigen Forstsachverständigen und Freien Förster.“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 -
5. August 2024
„Sie verbessern die Wasserqualität und dienen manchen Tieren als Nahrung und wirkt gegen Algen. Leider sammeln sich in ihr auch Schadstoffe an.“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 -
10. Juli 2024
„Wir müssen den richtigen Umgang mit Neophyten lernen, verdrängen können wir sie nicht!“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 -
17. Juni 2024
„Als sehr beliebte Fege- und Schlagpflanze für den Rehbock, lenkt sie von den Nutzpflanzen ab!“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 -
12. Juni 2024
„Eine beeindruckende Wildpflanze, die für ihre hohen, glockenförmigen Blüten bekannt ist, aber auch für ihre Giftigkeit.“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 -
5. Juni 2024
„Der Totengräber-Käfer, auch bekannt als Nicrophorus oder Aaskäfer, spielt eine herausragende Rolle in unseren Wäldern.“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 -
23. Mai 2024
„Eichenprozessionsspinner, so klein und haarig, bringen über das Eiweißgift Thaumetopoein Juckreiz, Verbrennungen und Atemnot, den Kontakt zu ihnen lass besser sein!“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 -
6. Mai 2024
„Ein Maikäfer fliegt durch den warmen Frühlingsabend, Max und Moritz konnten es kaum erwarten, eine Erinnerung an Kindheitstagen.“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 -
19. April 2024
„Die Pusteblume ist ein Wunder der Natur. Sie erinnert uns daran, wie Vergänglichkeit und Neubeginn Hand in Hand gehen.“  – Rudolf Aloys Niehaus 2024 –
8. April 2024
„Habitatbäume, ob lebend oder tot, bieten Lebensraum im Wald, für Insekten, Vögel, Moose, Flechten und vieles mehr, eine ökologische Besonderheit in der häufig tristen Struktur.“ – Rudolf Aloys Niehaus 2024 –
4. April 2024
„Insgesamt tragen Waldwege dazu bei, die Wälder für den Menschen nachhaltig Nutzbar und zugänglich zu machen.“ – Rudolf Aloys Niehaus 2024 –
von Sandra Bolsmann 25. März 2024
„Als Zersetzer organischen Materials tragen Pilze dazu bei, Nährstoffe im Ökosystem zu recyceln und somit das Pflanzenwachstum zu fördern.“ – Rudolf Aloys Niehaus 2024 –
13. März 2024
„ Kleine Käfer am Boden, unscheinbar und still, sind wertvoller als Diamanten, auch wenn sie kaum Jemand haben will.“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 –
28. Februar 2024
„Das Deutsche Forst Service Zertifikat (DFSZ) ist der Schlüssel für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und Garant für Nachhaltigkeit und Zukunft.“ - Rudolf Aloys Niehaus 2024 –
20. Februar 2024
„Um die Natur zu beobachten ist das beste Tempo ein Schneckenpace.“ - Edwin Way Teale -
16. Februar 2024
„Waldgenossenschaften arbeiten, um zu säen. Sie pflegen den Wald, Tag für Tag, nach besten Wissen und Gewissen.“ -Rudolf Aloys Niehaus 2024-
8. Februar 2024
„Wir bauen darauf, wir laufen darauf, doch wie oft denken wir daran? Dass wir den Boden, den wir nutzen, auch schützen?“ -Rudolf Aloys Niehaus 2024-
31. Januar 2024
„Ein kleiner Hund mit großem Herz, besitzt Format und Schläue, Langeweile Fehlanzeige !“ -Rudolf Aloys Niehaus 2024-
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